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Die deutsch-französischen Beziehungen  Deutsch-französische Beziehungen Deutsch-französische Beziehungen                                       -  22. Januar 2004
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  Aktuelles  - Stand: 14. April 2004
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DOKUMENTE Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog: Heft 3/2004 ist erschienen.
Präsenz in Osteuropa       externer Link Inhaltsverzeichnis *.pdf



Dokumente Heft 6/2004 | 60. Jahrgang
Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog

MEDARD RITZENHOFEN Unkalkulierbare Risiken
Showdown Chirac–Sarkozy, Schlingerkurs in der Elfenbeinküste und Türkeifrage

ULRIKE GUÉROT Europa und die Türkei – Mehr als eine Vernunftehe?
Als im Dezember 1999 der Türkei der Kandidatenstatus zugesprochen wurde, war das der (geräuschlose)
Abschied vom alten Europa. Der Beitritt der Türkei stellt eine schwierige, aber doch lösbare
Mammutaufgabe dar, die Europa angehen muss, um auf dem Weg einer europäischen Geostrategie
voranzukommen. Nur mit der Türkei wird die EU zu einem globalen Akteur, der Stabilität in
den Schwarzmeer-Raum, in den Kaukasus und in den Nahen und Mittleren Osten exportieren kann.

SYLVIE GOULARD Wider eine Union „large & light“ Was bedeutet der Beitritt der Türkei für Europa?
Politiker wie Joschka Fischer oder Jacques Chirac optieren für einen Beitritt der Türkei, weil sie auf eine
geostrategische Ausrichtung Europas fixiert sind und eine politische Union mit den zehn neuen Mitgliedstaaten ohnehin nicht mehr erwarten. Sie führen unter anderem das ebenso erpresserische wie
ungerechtfertigte Argument ins Feld, dass nach den Annäherungen der Vergangenheit jetzt nur
der Beitritt folgen könne. So betreibt man eine Politik der vollendeten Tatsachen und sorgt zugleich
dafür, dass Volkes Meinung keine Rolle spielen kann. Ein Beitritt der Türkei bringt für Europa eher
weniger als mehr Sicherheit. Stattdessen wird sie die Auszehrung vieler Gemeinschaftspolitiken fördern
und den schon beobachtbaren Entsolidarisierungsprozess beschleunigen.

SILKE STAMMER Die Türkeifrage Dokumentation zur aktuellen französischen Diskussion

PERVENCHE BERÈS Das „Nein“ der Hoffnung
Warum die französischen Sozialisten die EU-Verfassung ablehnen
Die Änderungen am Verfassungsentwurf des Konvents durch die Regierungskonferenz laufen auf
eine Zurücknahme integrationspolitischer Fortschritte hinaus und sind deshalb nicht akzeptabel.
Im Einzelnen geht es um Rückschritte bei den Bestimmungen zur qualifizierten Mehrheit, zu Einstimmigkeitsregeln, zur verstärkten Zusammenarbeit oder zu den Kompetenzen von Kommission
und Parlament. Schließlich ist insbesondere die Sozialpolitik zu kurz gekommen. Ein französisches
Nein beim Verfassungsreferendum könnte die Wiederaufnahme der Verhandlungen erzwingen.

DOSSIER – KANDIDAT TÜRKEI
KOMMENTAR
EDITORIAL

ALFRED FRISCH Der lange Weg zur Europäischen Verfassung - Historischer Rückblick gegen die Europaskepsis
Angesichts gewachsener Europaskepsis ist ein Rückblick in die Geschichte des europäischen Integrationsprozesses insofern ermutigend, als er zeigt, wie zwar die besonders optimistischen Erwartungen stets enttäuscht, aber die Pessimisten keineswegs bestätigt worden sind. Es hat sich immer
wieder bewahrheitet, dass die europäischen Ziele nur mit „realistisch“ bedingter Geduld zu erreichen
sind. Heute gibt es kein Zurück hinter die erreichten Gemeinsamkeiten, aber für ein supranationales
„Europe puissance“ dürfte, realistisch betrachtet, die Zeit noch nicht gekommen sein.

JOHANNES THOMAS Spektrum Politik: Die „exception française“ / Achse Paris–Peking / Ein Élysée-Vertrag mit Algerien

MEDARD RITZENHOFEN Zisterziensischer Sprachzauberer -Zum Tod des Philosophen Jacques Derrida
Jacques Derrida, der den Ruf Jean-Paul Sartres als bekanntester französischer Denker übernommen
hatte, ist am 9. Oktober mit 74 Jahren in Paris gestorben. Der aus Algerien stammende Philosoph
begründete den Dekonstruktivismus, ein Verfahren zur Zersetzung aller Absolutheitsansprüche,
das sich in seiner sprachzersetzenden Lektüretechnik ausdrückt. In den letzten Jahren ist er zunehmend
als politisch engagierter Intellektueller, mehrmals gemeinsam mit Jürgen Habermas, in Erscheinung
getreten.

RUDOLF HERRMANNNachruf auf François Bourel

SUZANNE KRAUSE Mit einem guten Tropfen gegen die Weinkrise
Serge Tchekhov macht im Bordelais die Weine, die er mag. Auch Serge Tchekhov, der vor drei Jahren ein Weingut im Bordelais übernahm, bekommt die Auswirkungen der Krise auf dem französischen Weinmarkt zu spüren. Die Weinlese 2004 erbrachte in Frankreich zwar eine Rekordmenge, doch der Absatz geht seit drei Jahren zurück. Das Anbaugebiet der Côtes de Castillon ist allerdings im Kommen, und Tchekhov setzt wie benachbarte Winzer, die sich hier neu angesiedelt haben, auf Qualitätsweine.

RUDOLF HERRMANN Sehnsucht nach der starken Hand?
Die Kommission Thélot hat ihren Bericht zur Reform des Schulwesens vorgelegt

ESSAY
GESELLSCHAFT
POLITIK
Dokumente 6/2004 4
SIEGFRIED FORSTER Kultur-Spektrum Frankreich
SILKE STAMMER Kulturvorschau frankreichbezogener Veranstaltungen Deutschland
62 Prix Goncourt, Prix Renaudot, Prix Femina

MEDARD RITZENHOFEN Napoléon-Fieber und Konjunktur für den Zeitroman

STEFAN TIGGES Neue Wege nach der Katastrophe
Das 58. Festival d’Avignon mit deutschem Schwerpunkt

VERA ELISABETH GERLING Wie Jean Rouaud deutsch und Birgit Vanderbeke französisch schreiben...
Deutsch-französische Arbeitstreffen für Nachwuchsübersetzer

CLEMENS KLÜNEMANN Die Zivilisation in Zeiten des Krieges
Erinnerung an die Debatte Romain Rolland – Thomas Mann

MARITA HÄP-PURSCHE Weihnachten in der französischen Provinz

JOHANNES THOMAS Deutsch-Französisches Institut (Hg.): Frankreich-Jahrbuch 2002 / Frankreich-Jahrbuch 2003

CHRISTOPH I. BARMEYER Daniel Goeudevert:Wie Gott in Deutschland. Eine Liebeserklärung

CORNELIA FRENKEL Frankreichs historischer Philosemitismus – eine Sammelrezension
97 Bernard du Boucheron:
SUSANNE NIES Court Serpent

99 4. Deutsch-Französischer Ministerrat, Berlin, 26. Oktober 2004
107 September / Oktober 2004 DGAP

Beihefter: Bulletin der VDFG/FAFA „actuel 6/2004“
CHRONOLOGIE
DAS DOKUMENT
REZENSIONEN
KULTUR

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Letzte Änderung: 21. Januar 2004   |  © Heiner Wittmann  | Impressum